An den Spam im Briefkasten hab ich mich schon längst gewöhnt (vor allem, weil er sich in Grenzen hält). An Spam im E-Mail-Postfach ebenfalls. Genauso wie ich mich an SMS-Spam gewöhnt habe und seit neustem auch an Blog-Spam, der sich immer häufiger in Kommentaren zu alten Blog-Einträgen findet. Aber den absolut unverschämtesten, niederträchtigsten, dümmsten und frustrierendsten Spam habe ich heute kennen gelernt.
Ich gehe oft erst sehr spät schlafen, meist wie gestern gegen 3:00 Uhr. Klar, dass ich dann nicht vor 9:00 Uhr aufwache, vor allem nicht an einem Feiertag. Heute bin ich früher aufgewacht -um 8:30 Uhr; geweckt vom lauten Schrillen meines Telefons. Da mich normalerweise niemand so früh anruft, gehe ich davon aus, dass es ‘was wichtiges sein muss, haste aus dem Bett, stoße mich an der Kante und erreiche mit schmerzendem Bein das Telefon. Ich nehme ab und möchte mich mit meinem Namen melden, aber bevor ich überhaupt soweit komme, höre ich schon eine aufgesetzte Männerstimme:
“Hallo *Blabla*, Sie haben an unserem Gewinnspiel teilgenommen und erhalten jetzt die Chance *Blaba*. Wenn Sie mitspielen möchten drücken Sie die 1″.
Erst jetzt fällt mir ein, das “Gespräch” mit dem Bandcomputer zu beenden, weil ich zunächst noch geschockt bin, dass der automatische Spam es tatsächlich bis ins Telefon geschafft hat und jetzt schon meinen Schlafrhythmus bestimmt. In dem Moment überfällt mich auch so eine Wut, dass ich dem, für den Spam verantwortlichen, am liebsten Dinge antun würde, die ich hier aus pietätischen Gründen nicht wiederholen möchte. Zu allem Überfluss träume ich – nachdem ich völlig frustriert wieder ins Bett krieche – auch noch von dem Spam. Schlechter kann ein Tag ja nun wirklich nicht anfangen. Und in der Tat: Den Rest des Tages verbringe ich damit, die Tapeten in meinem alten Zimmer bei meinen Eltern rauszureißen, um neue anzubringen. Das alles, während draußen die Sonne scheint und ich eigentlich frei habe ;-(
Wenigstens kann’s morgen nicht mehr schlimmer kommen. (Murphy muss ja nicht immer Recht haben