Monthly Archives: September 2006

Mein Mac, PS: Das Tastaturlayout

Hier noch ein Post Scriptum zur Mac-Reihe. Es geht um das Tastaturlayout, eine Art Feuertaufe, die wohl jeder Switcher bestehen muss, um in die Apple-Welt Einlass zu erhalten:

Ich weiß nicht, wie das normale Tastaturlayout von Apple aussieht, aber beim Notebooklayout hat Apple eindeutig versagt. Gerade hier können kleine Entscheidungen große Auswirkungen haben.

Beispiel Strg-Taste (oder CTRL): Wäre sie ganz außen angebracht, könnte man sich nicht vertun. Unter Windows verwendet man die Kombination Strg+C, Srg+V ja ganz intuitiv. Das funktioniert hier einfach nicht, die äußerste Taste ist “Fn”, obwohl die Taste praktisch immer mit zwei Händen verwendet werden muss und diese prominente Stellung gar nicht bräuchte. Warum Apple nicht generell Strg+C und Co. zulässt, lässt sich wohl nur historisch begründen, Apfel+X ist jedenfalls nicht ratsam, wenn man sich nicht die Finger dabei brechen möchte.

Es geht aber nicht nur um unterschiedliche Anordnung, es fehlen zum Beispiel die Tasten für “eine Seite hoch” und “eine Seite runter”. Dabei kommt man damit besonders gut durch viel Text. Viel schlimmer wiegt aber, dass die Entf.-Taste fehlt. Beim Schreiben ist es schon verdammt ärgerlich, weil es unnötig aufhält, aber dass man Dateien nicht mehr wie unter Windows mit einer Taste löschen kann, treibt mich manchmal wirklich zur Weißglut. Stattdessen gibt es eine eigene Taste, um CDs/DVDs auszuwerfen. Wie sinnlos ist das denn?

Den Vogel schießt Apple allerdings mit den Sonderzeichen ab. Ich hab erst einmal gestutzt, als ich eine eckige Klammer eingeben wollte: Es kam einfach kein Zeichen. Wenn man langjähriger Windows-User ist, gehen einem die Tastenkombinationen ja irgendwann in Fleisch und Blut über (geschrieben klingt das irgendwie merkwürdig). Als da nichts kam, guckte ich also auf die Tastaur und tatsächlich: Dort, wo die eckige Klammer sein sollte, fehlt einfach das Zeichen, ebenso die geschweiften Klammern, der Backslash und die Tilde – einfach nicht da. So macht man sich dann erst auf in die Weiten des Internets, um herauszufinden, wie zum #?&%$ man das Notebook dazu kriegt, die Zeichen auszugeben. Dabei lernt man dann auch dass so etwas sinnloses wie Ligaturen, das Summenzeichen und allerlei anderes auf der Tastatur liegt, was vielleicht <0,1% der Anwender verwenden werden, wenn sie denn jemals davon erfahren, dass
diese Zeichen auf der Tastatur liegen, sehen kann man das ja nicht. Das würde mich ja nicht weiter stören, wenn dadurch nicht auch die Accesskeys auf Internetseiten unbrauchbar gemacht würden. Früher konnte ich im Forum einfach Alt+S drücken, um einen Beitrag abzusenden, Jetzt krieg ich damit ein sinnloses Zeichen, das einem Komma ähnlich sieht.

Wie gesagt, es kann sein, dass das nur das Notebook-Layout ist, aber ich habe das Gefühl, dass es bei den normalen Tastaturen nicht viel besser aussieht. Achso, natürlich gibt es Möglichkeiten, dass Tastaturlayout anzupassen, aber der geneigte Leser wird es bereits ahnen: Selbst dafür hält ein Shareware-Autor noch die Hand auf.

Mein Mac, dritter Teil: die Software

Im Grunde genommen kauft man sich ja einen PC nicht, um die Hardware oder das Betriebssystem zu bestaunen, sondern wegen der Programme die darauf laufen sollen. Hier also mein Eindruck von der Software-Szene für Mac OS:

Generell ist der Wechsel der Prozessor-Architektur ein gewaltiger Schritt und man muss Apple wirklich beglückwünschen, dass ihnen das so dermaßen gut gelungen ist, dass man kaum Klagen darüber hört. Trotzdem komme ich an dieser Stelle nicht umhin, anzumerken, dass bestimmte Software einfach noch nicht angepasst ist und deswegen sozusagen mit angezogener Handbremse fährt. Photoshop ist hier das bekannteste und wohl auch größte Problem. Allerdings ist das eine Sache, die hoffentlich bald ausgestanden sein wird.

Bei den meisten Programmen, die bisher auf dem Mac verwendet habe, muss ich wirklich sagen, dass sie nicht nur optisch sehr ansprechend sind, sondern auch einfach funktionieren, so wie man es erwartet und nicht erst nach dem Studium von zehn FAQs und der Hilfe. Allerdings: Während es für Windows und natürlich für Linux kostenlose Software – sei es freie Software oder Freeware – en masse gibt, scheint eine solche Kultur unter Mac OS fast gänzlich zu fehlen – praktisch alles kostet einen haufen Geld. Und während sich Windows-Programmierer mit vielleicht 10 Euro für Shareware begnügen, kostet Mac-Shareware gleich das doppelte. Für einen einigermaßen brauchbaren Texteditor, der einem unter Linux praktisch hinterhergeschmissen wird muss man hier genauso blechen wie für so etwas blödes, wie einen Maustreiber, damit die extern angeschlossene Maus angemessen beschleunigt wird und man sich keinen Krampf mit ständigen ziehen derselbigen holt.

Das ist natürlich ein Nachteil, der daher rührt, dass Mac OS nunmal ein Nischensystem ist. Daraus ergibt sich leider auch, dass bestimmte Software gar nicht für Mac OS zu kriegen ist. Ich habe unter Windows sehr gerne Paint Shop Pro verwendet, aber das läuft unter Mac OS einfach nicht. Viel mehr hat mich allerdings überrascht, dass es gar keinen ordentlichen graphischen CVS-Client zu geben scheint. Das macht mir die Arbeit unnötig viel schwerer, als sie sein müsste.

Die Software aber, die ich am meisten vermisse, ist Picassa. Klar gibt es unter Mac OS mit iPhoto auch eine Bilderverwaltung, aber die ist im Vergleich mit Picassa geradezu lächerlich. Ich habe etwas mehr als 9000 Bilder und damit ist iPhoto schlicht überfordert. Die Geschwindigkeit von Picasssa hat mich schon immer fasziniert, aber erst seit ich iPhoto benutzt habe, weiß ich, wie schnell und intuitiv Picassa ist. Zudem sieht es auch noch sehr ansprechend aus – auch vergleichen mit Mac-Anwendungen. Es ist eigentlich das Programm, das iPhoto hätte sein sollen – sein müssen. Ich wage sogar zu behaupten, dass Picassa momentan die absolut beste Bilderveraltung ist, die zu haben ist: Es kann von jedem verwendet werden, sieht verdammt klasse aus, ist stabil, schnell, intuitiv und kostenlos – was will man mehr? Vor allem hat man aber in Picassa gerade die richtige Anzahl an Reglern, um ein Bild zu korrigieren, mehr braucht’s zum einfachen korrigieren nicht und wer mehr will, wird sicher zu PhotoShop oder PaintShopPro greifen. Was das Programm aber für mich unverzichtbar gemacht hat: Das vergeben von Sternen. Zusammen mit der Geschwindigkeit konnte ich so innerhalb kürzester Zeit aus 600 Bildern die dreißig markieren, die ich behalten und entwickeln lassen wollte. Seitdem ich mit dem Mac arbeite, habe ich viel fotografiert und das hängt nicht zu letzt damit zusammen, dass die Arbeit nach dem übertragen der Bilder auf den Rechner einfach nicht mehr so schnell erledigt ist wir früher, das hemmt einen ganz unbewusst. Mir fehlt Picassa wirklich. ;(

Ich wollte noch etwas über den Mac-Lock-in schreiben, den Apple mit itunes, iPhoto, Keynote und Co. betreibt, aber ich glaube, das Review ist so schon negativ genug. Eigentlich ist es sogar wesentlich negativer als es sein sollte, denn der Umstand, dass ich mein MacBook immer noch habe und darauf kein Windows installiert habe, sollte zeigen, dass ich im Grunde doch zufrieden bin und noch Hoffnung für die nahe Zukunft habe. Allerdings werde ich nie zu einem der Apple-Fans, die ich während der letzten zwei Monate viel stärker wahrgenommen habe. Apple ist für mich immer noch eine Firma, die viel gutes produziert, aber auch manch wirklich miserables zu verantworten hat und ganz sicher bin ich in dieser Hinsicht nicht religiös.

Mein Mac, zweiter Teil: Mac OS X

Kommen wir nun zur Softare, zunächst zum User-Interface von Mac OS selbst:
Als langjähriger Windows-User habe ich natürlich eine gewisse Erwartungshaltung, allerdings habe ich versucht, so neutral wie möglich an die Sache heran zu gehen. Zunächst einmal etwas positives: Das UI sieht wirklich klasse aus und es ist eine Freude, die Fonts auf dem Bildschirm zu sehen. So glatt kriegt man die weder unter Windows noch unter Linux. Man hat fast das Gefühl, auf Papier zu lesen: Das verdient ein großes Lob für Apple. Ein anderer Punkt betrifft Schattenwurf und all das andere Eye-Candy, das man als Mac-User standardmäßig geboten bekommt. Im Gegensatz zu Microsoft scheint Apple wirklich fähige Designer zu haben, die genau wissen, was es braucht, damit etwas ansprechend und nicht nervig wirkt. Noch ein besonderes Detail, dass es mir besonders angetan hat: aufspringende Ordner. Wenn auf eine Datei klickt und sie über einen Ordner zieht, poppt der Ordner nach zwei Sekunden auf und man kann den Inhalt sehen so kann man die Datei schön per Drag and Drop durch mehrere Ebenen ziehen. Es ist schwer zu beschreiben, wie Tabbed-Browsing. Erst wenn man es mal probiert hat, merkt man, wie intuitiv das ist.

Leider gibt es aber auch Sachen, die mich im alltäglichen Gebrauch fast wahnsinnig machen. Da wäre zum einen der Wechsel zwischen den Fenstern. Man kann von der Windows-Taskleiste halten, was man möchte, aber das Dock in Mac OS ist einfach völlig unbrauchbar, wenn man zwischen zwei Fenstern z.B. in Thunderbird wechseln möchte. Klar kann ich dazu auch erst auf das Icon im Dock rechtsklicken und dann das Fenster anwählen, aber das ist einfach ermüdend, wenn man häufiger zwischen den Fenstern wechseln möchte und Expose ist zwar nett, aber einfach viel zu unübersichtlich, wenn es um etwas so einfaches geht. Unter Windows konnte ich einfach in der Taskleiste auf den entsprechenden Eintrag klicken und bekam das Fenster angezeigt. Unter Mac OS weiß ich auf den ersten Blick nicht einmal, wieviele Fenster überhaupt offen sind. Das andere Problem betrifft etwas so elementares wie Schließen. Wenn ich ein Programm beenden möchte, muss ich unter Mac OS entweder die Tastenkombination Apfel+Q benutzen oder den Eintrag aus dem Programm-Menü auswählen, das ist einfach frustrierend. man fragt sich, wozu der rote Knopf da ist, wenn er doch nicht so funktioniert, wie man es erwartet. Maximieren ist noch schlimmer: Es geht bei vielen Programm einfach gar nicht. Firefox zum Beispiel kriege ich nicht maximiert. Der rechte Rand bleibt immer ungenutzt. Das ist beim Scrollen natürlich extrem frustrierend, weil man sich ständig konzentrieren muss, um die Scrollleiste zu erwischen, anstatt wie bei einem maximierten Fenster die Maus einfach an den rechte Rand zu schieben. Warum es Apple den Anwendern so schwer macht, verstehe ich einfach nicht.

Das nächste Mal geht’s dann um die Anwendungen für Mac OS …

Mein Mac, erster Teil: das MacBook

Vor ungefähr zwei Monaten hat ein Freund versehentlich Malzbier über mein drei Jahre altes Notebook gekippt. Da gab es dann keine Entschuldigung mehr, einen Neukauf hinauszuzögern, der 1,3 GHz Celeron war weder der schnellste, noch der sparsamste Prozessor und mit drei Kilo war das Notebook auch nicht unbedingt handlich, von der Lautstärke der Lüfter ganz zu schweigen. Nach langem Überlegen habe ich mich dann für ein MacBook entschieden. Bisher hatte ich nur PCs, dass ich mal etwas anderes als Windows oder Linux benutzt hatte, lag mit meinem Atari Jahre zurück. So ein Umstiegt ist immer auch eine gewaltige Umstellung, da man praktisch alles verliert, was man kannte und sich über die Jahre angeeignet hat. Unter Windows kenne ich jedes Verzeichnis, jedes Schema und jedes Menü, der Mac war dagegen etwas völlig unbekanntes. Was folgt ist also praktisch der Eindruck eines Switchers, allerdings mit zwei-monatiger Verspätung, die aber nötig ist. Der erste Eindruck kann sehr täuschen, schließlich steigt man von einem Betriebssystem, dass man seit Jahren kennt, auf eines um, dass man noch nie verwendet hat. Jedenfalls wäre dieser Bericht um einiges negativer ausgefallen, hätte ich ihn vor einem Monat geschrieben, so viel ist sicher.

Fangen wir an mit der Hardware:
Ich muss zugeben, meine Entscheidung zum Mac zu wechseln, hing auch mit dem Design der MacBooks zusammen. Mac OS X hat zwar auch einen gewissen Reiz, aber hätte ich nicht schon gewusst, dass man über BootCamp Windows parallel installieren kann, hätte ich mich wahrscheinlich nicht für Apple entschieden. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber edel sehen die weißen MacBooks ja schon aus und das, obwohl das Gehäuse nicht wie das der MacBook Pros aus Aluminium, sondern aus Kunststoff beseht. Irgendwie kriegen es die Apple-Entwickler hin, dass das nicht billig aussieht, wie auch beim iPod-Nano. Zudem ist das Notebook erstaunlich günstig für die Ausstattung, nur der PC-Card-Anschluss fehlt. Allerdings habe ich eine 120 GB Festplatte und 2 GB RAM selbst eingebaut, weil der Aufschlag, den Apple dafür haben wollte, einfach unverschämt hoch war. Da hätte ich für das Upgrade von 60 auf 120 GB 230 Euro Aufpreis zahlen müssen. Zum Vergleich: Die Seagate-Festplatte, die Apple verbaut hat mich als Endverbraucher neu 124 Euro gekostet. So hab ich nicht nur 116 Euro gespart, sondern auch noch eine 60 GB 2,5″ externe Festplatte dazu bekommen.

Das Notebook selbst ist zwar recht günstig, verglichen mit Dell und Co. aber die Verarbeitung ist trotzdem sehr gut, nichts daran wirkt billig. Das liegt vielleicht auch an den kleinen Dingen, die sehr durchdacht wirken. Beispielsweise liegen alle Anschlüsse auf einer Seite und nicht hinter dem Notebook wie das bei den meisten Geräten der Fall ist. So kommt man viel leichter an die Anschlüsse ran, muss nicht blind fummeln und fragt sich, was die anderen Designer sich denn dabei denken, wenn sie die Anschlüsse hinter das Display packen. Ein anderes Detail ist die Handablage, die nicht aus Plastik besteht wie bei meinem alten Notebook, sondern aus einer Art hartem Gummi. Es fühlt sich wesentlich angenehmer an und man schwitzt auch bei längerem Tippen kaum. Tippen ist ein gutes Stichwort: die Tastatur. Im ersten Moment kommt einem das Design der Tastatur ja sehr fremd vor, verglichen mit den Tastaturen in praktisch jedem anderen Notebook. Die Tasten sind nicht zu den Seiten hin abgeschrägt, sondern komplett flach. Und auch wenn es nicht so aussieht, es tippt sich damit sehr schnell und angenehm. Im Endeffekt hat man ja nicht weniger Fläche für die Tasten, sondern einfach nur mehr Platz.

Wo Licht ist, ist aber bekanntlich auch Schatten und das ist beim MacBook nicht anders. Das wirklich allerschlimmste ist das ein konstantes, hohes Sirren, das immer dann auftaucht, wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist und gut geeignet ist, um einen in den Wahnsinn zu treiben. Abschalten kann man das Sirren nur, wenn man den Prozessor beschäftigt und das geht nicht nur auf die Akkuleistung, die ansonsten hervorragend ist, es führt auch dazu, dass der Lüfter fast ununterbrochen läuft, der ansonsten eher ruhig ist, so dass man kaum etwas hört, die Unterseite des Notebooks aber auch schonmal gefühlte 50°C hat – zum Glück ist ja bald Winter, der Neid der anderen an der Bushaltestelle ist mir also sicher. Vor kurzem ist auch noch meine eingebaute Kamera ausgefallen, aber das kann bei jedem Hersteller mal vorkommen, nächste Woche habe ich einen Termin in der Werkstatt und wer weiß, vielleicht haben die ja eine Lösung für das Sirren.

Morgen geht es weiter mit der Software…

Status-Update

Letzte Woche gab es reichlich zu tun. Nachdem die Übersetzung fertig war, habe ich sie noch einmal mit der automatischen Rechtschreibkorrektur überprüft und letzte Fehler korrigiert. Zu mehr war gar keine Zeit mehr, weil die Hilfe anstand und die letzten Arbeiten am Original erst sehr spät abgeschlossen wurden. So hatten wir nur wenige Tage, um eine deutsche Hilfe zu liefern, aber das Team, das sich sehr spontan zusammengefunden hat, hat exzellente Arbeit abgeliefert und wir sind – wenn auch sehr knapp– noch rechtzeitig fertig geworden. Es war übrigens wirklich knapp: Zehn Minuten vor der Checkin-Deadline habe ich die letzten Übersetzungen hochgeladen. Ich hoffe, dass es jetzt zumindest keine gravierenden Fehler mehr gibt, denn der RC1 ist fast fertig und soll zur finalen Version werden. Korrekturen wären dann nicht mehr möglich.

Duden, die zweite

Murphys Kommentar hier, hat mich wieder darauf gebracht. Das war der erste Fehler, den ich im Duden gefunden hatte, er war allerdings ziemlich unbedeutend. Später ist mir noch ein weiterer aufgefallen, den ich auch gemeldet habe:

Der Eintrag “Entzündbarkeit” enthält das Lemma “Endzündbarsein”, das fälschlicherweise mit d statt t geschrieben wurde.

Ent|zünd|bar|keit, die; -: das Endzündbarsein.

Da kann man sich auch nicht mehr herausreden, dass das ein Tippfehler war und es taucht auch nicht in einem Beispielsatz, sondern tatsächlich als Lemma auf. Ja, auf diesen Fund bin ich schon ein wenig stolz!

Was mich aber brennend interessieren würde: Taucht der Fehler in der aktuellen Ausgabe eigentlich auch noch auf? Ich habe nämlich vom Duden-Verlag außer einem Dankeschön nichts bekommen, wenn auch ein Dankeschön von Dr. Werner Scholze-Stubenrecht selbst schon sehr schmeichelnd ist (ich hoffe, er war’s auch selbst und nicht seine Sekretärin). Allerdings hätte ich mir doch gewünscht, eine aktuelle Ausgabe zu bekommen, denn im Grunde hat ja die Ausgabe, für die ich gutes Geld auf den Tisch gelegt habe, einen Mangel (nein, sogar zwei)  und ich kann auch ziemlich genau nachweisen, dass der Mangel vom Hersteller verursacht wurde – wahrscheinlich einer der wenigen Fälle, in denen das überhaupt möglich ist. Im Grunde müsste mein Händler doch den Mangel korrigieren oder mir gleichwertigen Ersatz anbieten. Gleich morgen werd ich mal in der örtlichen Buchhandlung vorbeigehen. Wobei: Wie erklär ich der netten Verkäuferin, dass mein Duden einen Mangel hat? Wenn ich auf ein anderes Wörterbuch verweise, kommt doch als Antwort mit Sicherheit, dass das was im Duden steht auch die amtliche und korrekte Rechtschreibung ist. So gesehen: Der Duden kann gar keine Rechtschreibfehler haben, höchstens alternative Schreibweisen. Der Duden ist also praktisch unfehlbar! Wer hätte gedacht, was ein Rechtschreibfehler (eigentlich ist es ja so gesehen keiner) für Auswirkungen hat: Der Papst kriegt Konkurrenz. Vorsicht Herr Papst! (Oder wie spricht man seine Heiligkeit eigentlich an?)

Firefox 2 Hilfe!

Wir brauchen Hilfe – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Übersetzung des Browsers steht inzwischen und heute habe ich die (hoffentlich) letzten Rechtschreibfehler beseitigt, aber die Hilfe ist unser Sorgenkind. Leider wurde das Original erst gestern fertig, so dass uns kaum Zeit dafür bleibt. Gerade mal bis Montag können wir noch daran arbeiten, dann muss der letzte Checkin erfolgt ein. Deswegen mein Appell an jeden, der helfen möchte: Bitte schreibt mir eine Mail, mit dem Betreff “Firefox Hilfe”, nur wenn wir jetzt schnell koordinieren und anfangen, haben wir noch eine Chance, rechtzeitig eine vorzeigbare Hilfe für Firefox 2 zu erstellen.

Mail: a.topal (a’t) uni-duisburg.de