Monthly Archives: October 2006

Social Networking

Was sagt eigentlich der Erfolg von studiVZ über Studenten in Deutschland aus? Es ist richtig, dass da ein Anbieter in eine Lücke vorgestoßen ist, die schon lange klaffte und die mir genauso bewusst war wie sicher vielen anderen Studenten. Gerade in den Geisteswissenschaften fehlt der Austausch mit anderen Kommilitonen, weil jeder Stundenplan individuell ist und man nur selten zwei oder mehr Veranstaltungen mit der selben Person teilt. Hausarbeiten werden fast immer alleine geschrieben und gemeinsame Klausuren gibt es praktisch nicht. Arbeitsgruppen sind also fast ausgeschlossen, ganz im Gegensatz zu Diplom-Studiengängen. In der Hinsicht wäre eigentlich ein Uni-internes Verzeichnis “the way to go”, aber solange Unis wie Ämter geleitet werden, wird das wohl nichts werden, stattdessen bereichern sich wieder einmal die Jamba-Verbrecher mit der billigen Kopie eines Konzepts aus den USA (facebook anyone?), aber darin haben sie ja Erfahrung. Ich bleibe bei meinem Blog und Social-Networking-Websites werden wohl auch in Zukunft an mir vorbeigehen.
Eventuell lasse ich mir ein T-Shirt drucken mit der Aufschrift: StudiVZ, danke aber ich habe ein Leben.

Firefox-Release-Party

Gibt es vielleicht jemanden, der aus Duisburg oder Umgebung am 3.11. zur Firefox-Release-Party nach Darmstadt fahren wird und noch zwei Personen mitnehmen kann? Falls ja, bitte hier im Blog oder per Mail melden, danke.

MacBook-Hardware, Post Scriptum

Gestern habe ich mein MacBook bei Gravis zur Reparatur gegeben. Ich hatte das volle Programm: den flackernden Bildschirm, die verfärbten Handballenauflagen, den zirpenden Spannungswandler, sudden shutdown und als persönliches Schmankerl eine defekte iSight. Das wird mir eine Lehre sein, eine der ersten Revisionen bei Apple Hardware zu kaufen. Jezt bin ich ich wieder zurück an meinem Windows-Notenbook von Acer und obwohl es ein absolut zuverlässiges und robustes Arbeitsgerät ist, vermiss ich mein MacBook. Hier fehlt mir einfach die Eleganz und Leichtigkeit des Mac. Es ist schwer zu beschreiben, aber der Mac fühlte sich wirklich besser an – trotz der vielen Probleme.

Firefox 2 Launch-Party

Jetzt ist es nicht mehr lange hin zum Release von Firefox 2.0. Wie auch zum Start von Version 1.0 soll es wieder Launch Parties geben. Da die meisten Mozilla/Firefox-Mitwirkenden sich recht weit über Deutschland verstreuen, ist das ist für uns eine willkommene Gelegenheit zusammen zu kommen und uns auszutauschen. So kann man dann den Namen auf dem Monitor wieder Gesichter zuordnen. Martin Creutziger hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Party zum Start von Firefox 2 auch dieses Mal zu organisieren. Hier geht’s zur Anmeldung. Rechts oben auf Register klicken und nach dem Log-in die Party in Darmstadt auswählen.

Google kauft YouTube

Google kauft also YouTube. Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir uns Videos im Mediaplayer angesehen haben? Dann seid ihr alt! Die, die vor Kurzem erst zum Computer und ins Internet gefunden haben, wissen gar nicht, was sie mit dem Mediaplayer anfangen sollen, wo es doch YouTube gibt. Vor einiger Zeit hatte ich mal vorausgesagt, dass sich die meisten Programme ins Internet verlagern werden. E-Mail war der erste Schritt, dann kam lange nichts, jetzt geht’s Schlag auf Schlag, Google ist der Vorreiter und zwingt Microsoft mitzugehen, die damit ihr eigenes Geschäft ruinieren. Ich habe das Gefühl, dass man sich bei MS dessen bewusst ist (siehe Live-Apps), aber ob die Google-Strategie auch bei ihnen aufgeht, darf bezweifelt werden. Google kann auf dem Desktop nichts ausrichten, aber das Netz beherrschen sie wie kaum ein anderer. Ich warte auf den Tag, da Google seine Dienste endlich kombiniert. Google Mail, Kalender, Spreadsheeets und Writely sprechen eine ziemlich klare Sprache. Entweder wird das der finale Angriff auf MS mit dem die Hegemonie endgültig gebrochen wird oder es wird klar, dass Google seinen Zenit überschritten hat. Die nächsten beiden Jahre werden mit Sicherheit spannend werden.

1970 – oder als die Universitäten noch zu viel Geld hatten

Folgendes liest sich in einem Aufsatz über Brechts “Leben des Galilei”:

Beim Zustandekommen des Antithetischen wie der dialektischen Aufhebung spielen Assoziationen von Bildern und Begriffen eine Rolle, die gelegentlich durch Alliterationen der Wörter hervorgerufen werden. Entscheidend bleibt die kontrastierende Bauweise sowohl in der Hypo- wie in der Parataxe des Dialogs.

Der ganze Aufsatz ist in diesem Stil geschrieben. Es ist wirklich kaum auszuhalten und man versteht, warum die Literaturwissenschaft von so vielen Naturwissenschaftlern nur mit Verachtung betrachtet wird. Offenbar ging es dem Autor nur darum, möglichst viele Seiten mit heißer Luft zu füllen, ohne dass ihm jemand an den Karren fahren kann. Der größte Teil ergibt nämlich wenig bis gar keinen Sinn und verursacht beim Lesen fast schon physische Schmerzen. Glücklicherweise findet sich so etwas heutzutage immer seltener. Jedenfalls ist kaum noch jemand bereit, solch ein Gesülze zu veröffentlichen.

Mail-Count

Okay, das ist zwar eigentlich kein richtiger Blog-Content, aber ich muss es einfach mal loswerden: Zum ersten Mal seit Monaten (oder sogar schon Jahren?) habe ich nur noch 15 11 10 unbeantwortete Mails in der Inbox. Ich bin richtig stolz auf mich :)

Das fühlt sich richtig befreiend an.

Download-Versicherung

Das Internet hat einige wirklich sehr merkwürdige Geschäftsmodelle inspiriert, bei denen man nur all zu gerne den Kopf schütteln würde, wenn man nicht wüsste, dass die Verantwortlichen damit tatsächlich Geld verdienen. Heute: Download-Versicherung.

Was zum $§%# ist eine Download-Versicherung, werden sich jetzt sicher einige denken. Vor einiger Zeit habe ich bei pdassi, einem Onlineshop für PDA-Software, ein Programm gekauft, um meinen Mac-Kalender mit meinem Palm abzugleichen. In Zeiten des Internets und da die Hersteller inzwischen ohnehin kein Geld mehr für gedruckte Handbücher ausgeben, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, Software tatsächlich im Karton zu kaufen. Mit einer schnellen DSL-Leitung ist die Software in wenigen Minuten auf der Festplatte und man kann sie gleich benutzen. Eine win-win Situation: der Anbieter spart sich das Ladenlokal, das Lager, Personal etc. und der Kunde kann alles bequem von zu Hause aus erledigen und hat die Software sofort, anstatt sich an die Öffnungszeiten zu halten und viele Kilometer fahren zu müssen.

Ich kaufe also die Software online und erhalte dann eine E-Mail mit dem Downloadlink und der Registrier-Numer. Hier kommt nun die Download-Versicherung ins Spiel. Aus irgend einem Grund, der mir nicht verständlich ist, habe ich nur zwei Monate Zeit, die Software herunter zu laden, dann wird mein Zugang gesperrt. Aus meiner Sicht ist das natürlich hochgradig bescheuert, aber aus Sicht des geldgeilen Anbieters eine ganz normale Sache, der verlangt nämlich folgendes:

- Daten 1 Jahr speichern ( 9,95 Euro)
http://pdassi.de/29887

– Daten 2 Jahre speichern (16,95 Euro)
http://pdassi.de/29889

– Daten 3 Jahre speichern (19,95 Euro)
http://pdassi.de/29890

Ja, richtig gelesen, der Anbieter möchte Geld dafür, dass er die Software auf dem Server belässt. Ja, natürlich tut er das sowieso, weil die Software schließlich auch noch von anderen herunter geladen werden muss, aber wahrscheinlich hat er sich gedacht: Warum kostenlos anbieten, wenn man dafür auch unverschämt viel Geld verlangen kann? Und was das schlimmste ist: Ich weiß, dass es Leute gibt, die tatsächlich 19,95 Euro ausgeben, weil ich selbst für den Bruchteil einer Sekunde daran gedacht hab, bevor mir klar wurde, warum ich nie wieder bei pdassi einkaufen werde.

Experiment gescheitert

Das Experiment mit Picasa ist grandios gescheitert. Danke trotzdem an die beiden, die es sich gestern heruntergeladen haben, ich bin jetzt um ganze 20 US-Cent reicher ;)

Ich hatte zwar angenommen, dass es wesentlich weniger Einnahmen geben würde als mit den Adwords und ich war auch bereit, das in Kauf zu nehmen, wegen der vielen Vorteile, die ich mit einer Empfehlung im Gegensatz zu unkontrollierbarer Werbung habe, aber dieses Ergebnis hab ich wirklich nicht erwartet.

Zu den 20 Cent: Google schreibt zwar “bis zu $1 pro Person”, aber wie auch bei der Toolbar-Empfehlung trifft das größtenteils überhaupt nicht zu. Ich weiß leider auch nicht, warum hier zum Beispiel nur 10 cent als angemessen erachtet werden. Vielleicht hat Google ja weniger Interesse an deutschen Usern. Wäre mal interessant zu wissen.