Monthly Archives: June 2009

Multi-Process-Firefox

Schon bevor es durch ein Google-Comic cool wurde, wurde bei Mozilla daran gearbeitet, Firefox in mehr als einen Prozess unterzubringen. Sei es, um Plugins vom Rest des Browsers abzukoppeln oder um zu verhindern, dass ein abgestürzter Tab alle anderen Tabs ebenfalls in den Abgrund reißt. Da Firefox nicht mit dieser Architektur geplant wurde, ist es ein mühsamer und mehrstufiger Prozess die gesamte Anwendung darauf auszurichten. Noch sind die Ziele nicht komplett in Stein gemeißelt, so wenig wie die konkreten Termine zur Fertigstellung, aber zumindest die erste Phase des Prozesses ist inzwischen erreicht. Chris Jones zeigt hier in einem Video, wie das funktioniert.

Campus-Reps

Seit kurzem läuft eine Umfrage zu der Mozilla-Aktion “Campus-Reps”. Das Programm ist in Deutschland weitgehend unbekannt, weil es ziemlich stark auf US-Verhältnisse angepasst ist, aber das soll sich ändern, daher die Umfrage. Wer also des Englischen mächtig ist und dazu beitragen möchte, kann sich hier an der Umfrage beteiligen. Mehr Infos zum Programms selbst gibt es hier.

Apple überall

Da ich inzwischen ein regelmäßiger Twitter-User bin, hat die Zahl der Postings hier deutlich abgenommen, aber Twitter ist nicht für alles geeignet. So haben sich also ein paar Themen angesammelt, über die ich gerne schreiben würde, unter anderem natürlich über unseren Server-Wechsel letzten Monat. Sowas braucht aber auch immer Zeit und so verschiebe ich das auf den nächsten Flug oder die nächste längere Bahnfahrt und komme auf etwas ganz anderes zu sprechen, das mir gestern einfach so durch den Kopf gegangen ist und mich seitdem beschäftigt: Apple ist überall!

Oft wird ja Microsoft vorgeworfen in viel zu vielen Branchen zugleich vertreten zu sein und sich nicht auf seine Kernkompetenz zu beschränken, doch für Apple hört man diesen Vorwurf selten, schließlich ist Apple ja ein Hardware-Shop. Dabei gibt es kaum eine Branche, in der Apple kein Standbein hat. Häufig sogar gleich mehrere, beispielsweise auf dem Videoschnittmarkt bedient Apple zugleich die Anfänger mit iMovie und auf der anderen Seite die Profis mit Final Cut. Aus dem Gedächtnis ein paar Branchen, in denen Apple vertreten ist:

Software:
Betriebssystem: Mac OS X (Home) — Mac OS X Server (Profi)
Videoschnitt: iMovie (Home) — Final Cut/Express (Profi)
Bildbearbeitung/Verwaltung: iPhoto — Aperture
Sound: Garageband — Logic Pro
Textverarbeitung: Pages
Tabellenkalkulation: Numbers
Präsentation: Keynote
Browser: Safari
Mailclient: Mail.app
Mediaplayer: iTunes
Instantmessenger: iChat
Terminverwaltung: iCal
Entwicklungsumgebung: xCode

Content:
Filme und Musik über iTunes
Programme über Appstore

Mediaplayer:
iPod Shuffle/nano/classic/tousch
Apple TV

Phones:
iPhone

Computer:
Mac mini
iMac
Mac Book (Pro/Air)
Mac Pro
xServe
Cinemadisplay
Aiport, Keyboard etc.

Ich bin sicher, dass ich noch einiges vergessen habe, aber der Clou an der Sache ist: In nahezu all diesen Bereichen ist die Hardware und Software von Apple nicht irgendwo im Mittelfeld, sondern ganz vorne mit dabei oder gar der Konkurrenz weit voraus. Fast nie leistet sich Apple ein Produkt, das mittelmäßig ist, und das über so viele Branchen hinweg. Wie machen die das?! Jedenfalls dürfte das der Grund sein, warum so viele Kunden bereit sind, Apple als Komplettpaket zu akzeptieren und sich so sehr in Abhängigkeit von einem Unternehmen zu begeben: Man weiß, dass man fast immer das beste Produkt am Markt bekommt, da kann praktisch niemand anderes mithalten, nicht einmal Microsoft. Natürlich schürt das auch Erwartungen und je höher die sind, desto häufiger werden sie auch enttäuscht, aber seit Jahren konstant diese Leistung zu erbringen, fordert mir persönlich Respekt ab, also Hut ab vor dem Apple-Management!

PS: Das ist kein Fanboi-Posting zu Apple, ich habe aber bisher nur wenig dazu gelesen, wie breit Apple aufgestellt ist. Dabei ist das auch interessant, wenn man analysiert, warum sie beispielsweise mit dem iPhone so erfolgreich sind. Apple hat halt maximale Erfahrung mit Software, Hardware und Content. Diese Kombination weißt kaum noch ein anderes Unternehmen auf, Nokia (Hardware) nicht, Sony(Hardware, Content) nicht und Microsoft (Software) auch nicht. Und wenn Apple jetzt auch in die Cloud investiert (und mindestens 1 Milliarde ist nicht wenig), würde ich mir als cloudbasiertes Unternehmen so langsam Sorgen machen (nein, nicht alles um die Cloud ist Hype).