Das ist mein letzter Beitrag von Schweden. Es fühlt sich auf jeden Fall traurig an. Zum Abschluss hat sich Göteborg noch einmal von seiner besten Seite gezeigt, mit unendlich weitem, blauen Himmel und einem Regenbogen. Ich werde Göteborg sicher vermissen, die vielen gemütlichen Cafés, der fast perfekte ÖPNV, für 5 cent in alle Netze telefonieren und kostenlose SMS in alle Netze, das bedingungslose Duzen, das Pub-Quiz und noch so einiges mehr. Aber die Zeit war gekommen, zu gehen. Die meisten anderen Erasmus-Studenten sind schon abgereist und wie die fantastischen vier ganz richtig sagen:
“So sweet die sweden* auch sind
du bist und bist nicht daheim
Nur irgend irgendwo drin
wie jeder jeder allein”
Eins ist mir mit dem Abschied klar geworden. Beim Erasmus-Semester geht es auch ums Studieren an einer anderen Universität, es geht auch darum, ein anderes europäisches Land kennen zu lernen, aber in erster Linie geht es darum, wen man dabei trifft. Erst mit dem Abschied merke ich, wie sehr wir zusammen gelebt haben und es ist traurig, sich von den Leuten zu verabschieden, mit dem Gedanken, dass man sich vielleicht nie wieder sehen wird.
Wenn man ein fremdes Land besucht, hat man meist gewisse Erwartungen, denen die Realität aber selten gerecht wird. Ich kann sicher behaupten: Schweden hat meine Erwartungen in den letzten sechs Monaten bei weitem übertroffen. Das Erasmus-Semester gehört zusammen mit der Europareise zu den besten Entscheidungen meines Lebens.
*oder so ähnlich



